BESTFORCAN – Verbesserung der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen nach Kindesmisshandlung und Vernachlässigung

Das Projekt BESTFORCAN ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt zur Verbreitung einer sehr gut wirksamen Psychotherapie (Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie – Tf-KVT) für traumatisierte Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 21 Jahren, die Opfer von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung geworden sind.

Ziele des Projekts

 

Körperlicher oder sexueller Missbrauch und Vernachlässigung können vielfältige und schwere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben. Um die Folgen von Missbrauchserfahrungen und Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen zu behandeln, wurden spezifische traumafokussierte psychotherapeutische Behandlungsansätze entwickelt, deren Wirksamkeit bereits vielfach bestätigt wurde. Ein solcher Therapieansatz ist die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (tf-KVT) nach Cohen, Mannarino und Deblinger. Diese wissenschaftlich gestützte Psychotherapie erhalten bisher jedoch nur wenige Betroffene in Deutschland. Unser vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördertes Projekt BESTFORCAN („Bringing empirically supported treatments to children and adolescents after child abuse and neglect“) hat sich daher zum Ziel gesetzt, diesen Behandlungsansatz mehr traumatisierten Kindern und Jugendlichen im Alter von 5-21 Jahren in Deutschland zugänglich zu machen. Dazu gehört die gezielte, kostenfreie Fortbildung und Supervision von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in Ausbildung in vielen Regionen in Deutschland. Zusätzlich werden diese Psychotherapeut*innen in interdisziplinären, regionalen Hilfenetzwerke mit Kinderärzt*innen und Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe vernetzt. Die Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe und die Kinderärzt*innen werden darin geschult, Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und Betroffene möglichst schnell in ein geeignetes psychotherapeutisches Angebot in ihrer Region zu vermitteln.


Literatur: Cohen, J.A., Mannarino, A.P., & Deblinger, E. (2016). Treating trauma and traumatic grief in children and adolescents. Guilford Publications.

Unser Angebot

 

BESTFORCAN ermöglicht es Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen mit Fachkunde Verhaltenstherapie, eine sehr gut wirksame Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kostenfrei zu erlernen und unter wissenschaftlicher Begleitung anzuwenden. Die Hälfte der teilnehmenden Psychotherapeut*innen erhält begleitend kostenfreie Supervision. Kinderärzt*innen sowie Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten im Rahmen des Projektes die Chance, sich in traumabezogenen psychologischen Konzepten und einem etablierten Screeningverfahren zur Diagnose einer Traumafolgestörung weiterzubilden. Innerhalb des Hilfenetzwerkes können betroffene Kinder und Jugendliche direkt an ein geeignetes psychotherapeutisches Angebot in der Region weitergeleitet werden. Alle genannten Berufsgruppen erhalten für Ihre Teilnahme am Projekt unter anderem finanzielle Aufwandsentschädigungen und kostenfreie Weiterbildungen (mit von den jeweiligen Berufskammern anerkannten Fortbildungspunkten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Kinderärzt*innen).

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei diesem Vorhaben unterstützen würden und mithelfen, die psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern!

Informationen & Anmeldung

 

Sie können Sich ganz einfach über unser Kontaktformular oder per Mail an bestforcan(at)zpt-gu.de zu einer Teilnahme in unserem Projekt anmelden. Weiterführende Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Bei Fragen stehen Ihnen außerdem gerne unsere Ansprechpersonen der Studienkooridination zur Verfügung oder Sie schreiben uns eine E-Mail an bestforcan(at)zpt-gu.de.


Diese wissenschaftliche Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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